Miniaturen in Gold und Silber
Sie hat Jura studiert, Journalismus von der Pike auf gelernt und ist Künstlerin geworden: Die 37 jährige Katrin-Sybille Schlüter liebt Abwechselung. Auch bei ihrer Arbeit. Denn obwohl die gebürtige Mecklenburgerin hauptsächlich "nicht sehr fröhliche" Ölbilder zeichnet, hat sie jetzt mit farbenprächtigen Miniaturen auf sich aufmerksam gemacht.
"Ich wollte einfach etwas Ästhetisch-Schönes schaffen, an dem man sich erfreuen kann", betont die in Köln lebende Ex-Journalistin. "Mit negativen Dingen wird man heutzutage ja geradezu bombardiert."
So entstand eine Serie von mittlerweile 36 Miniaturen, die von zwei Goldschmieden in Gold und Silber gefasst wurden. Die kleinen Kunstwerke sind als Dosen, Broschen, Colliers, Anhänger und Spiegel gearbeitet und mit wertvollen Steinen versehen. Preis: zwischen 1500 und 5000 Mark.
Die Gestaltung der Miniaturen ist ausgesprochen kompliziert. Auf eine präparierte Spezialpappe wird das Motiv in Glasurmalerei zwischen vier- und achtmal aufgetragen. "In der Regel gestalte ich zwei bis drei Stück gleichzeitig. Damit bin ich eine Woche neun Stunden pro Tag beschäftigt", erklärt die Künstlerin. Besonders stolz ist Katrin-Sybille Schlüter auf vier Landschafsmotive. "Die sind in dieser kleinen Form besonders schwierig zu gestalten."
Wie alle anderen "Minis" sind auch diese mit Plexiglas gegen Beschädigungen geschützt.
Wer die phantasievollen Miniaturen der Künstlerin einmal aus nächster Nähe betrachten will, kann dies jetzt tun. Katrin-Sybille Schlüter zeigt ihre Arbeiten vom 26. November dis 22. Dezember in der Kölner Galerie Kunst und Psyche.
Franz Jonen